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Barfuß unterwegs

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Warum Füße die besseren Schuhe sind 

 

Öfter mal barfuß? Klares Ja. Ob über weiches Moos, mit feinkörnigem Sand zwischen den Zehen oder durch den kühlenden Bachlauf – ein Fußmarsch ganz ohne Schuhe und ohne Socken fühlt sich einfach gut an. Eines ist sicher: Die Füße hin und wieder mal durchatmen zu lassen, fühlt sich nicht nur wunderbar unbeschwert an, sondern hat auch viele weitere positive Nebeneffekte – gute Gründe dafür, die Schuhe auch zwischendurch mal auszuziehen. Warum nicht mal im Büro auf Socken gehen, die Gartenarbeit barfuß erledigen oder in der Mittagspause im Park das Kitzeln der Grashalme unter den Füßen spüren? 

Schuhe aus und Fußmuskulatur stärken 

Laufen „unten ohne“ fühlt sich nicht nur gut an, sondern stärkt auch die Fußmuskulatur auf natürliche Art und Weise. Bei jedem Schritt wird das gesamte Körpergewicht über die Füße abgefedert – die dafür benötigte Bewegungsfreiheit beim Gang in engem Schuhwerk aber oftmals sehr eingeschränkt, sodass die komplexe Muskulatur nicht auf ihr ganzes Potential zum Stabilisieren, Tragen und Dämpfen zurückgreifen kann. Barfuß hingegen werden die Fuß-Muckis ausgiebig gekräftigt, wodurch sowohl Schief- als auch Fehlstellungen vorgebeugt werden. 

Weniger Belastung für die Gelenke 

Beim Laufen „unten ohne“ können Fehltritte oftmals ziemlich schmerzhaft sein. Nicht umsonst beäugt der kritische Blick den Untergrund meist genau, bevor die nackte Fußsohle auf dem Boden aufkommen darf. Doch das soll nicht vom Barfußlaufen abhalten: Wo das gängige Schuhwerk vor Gefahren schützt, verfälschten gepolsterte Schuhe und hohe Absätze die natürliche Gangart des Fußes: Der Läufer kommt nicht wie beim Barfußlaufen auf dem Vor- und Mittelfuß auf, sondern auf der Ferse. Dadurch wirken jene Kräfte, die mit dem Abfedern des Körpergewichts einhergehen, stärker auf den Körper ein. Ohne Schuhe schlagen diese deutlich weniger belastend zu Buche, was wiederum auch die Gelenke in Knie und Hüfte schont. 

Reaktivierung für die Füße 

Beim Barfußlaufen werden die Füße nicht nur für einen bewussteren Gang sensibilisiert. Wer öfter mal ohne Schuhe durchs Leben geht, der tut seinen Tretern wahrlich etwas Gutes. Die vielen kleinen Unebenheiten der Böden wirken wie eine Massage und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Fußsohle abhärtet und widerstandsfähiger wird. Neben weicher Wiese und Sandstrand darf also auch gerne mal ungewohnteres Terrain unter die Füße. 

Beugt Fuß- und Nagelpilz vor 

Barfußgehen ist die bestmögliche Belüftung für den Fuß. Denn ganz gleich, wie atmungsaktiv ein Material auch sein mag, es wird Schweißproduktion oder unangenehme Gerüche nie gänzlich verhindern können. Zudem können Bakterien erwiesenermaßen deutlich schwerer an Füßen haften, die eine andauernde Luftzufuhr genießen. 

Bewusstes Barfußgehen

So gesund Barfußlaufen auch ist, wer unter Fehlstellungen oder Arthrose leidet, der sollte seinen barfüßigen Werdegang immer erst mit einem Orthopäden absprechen. Auch Diabetikern wird angeraten, den Risiken vom Barfußlaufen etwas bewusster aus dem Weg zu gehen. Da die Erkrankung in einigen Fällen den Nervenfasern an den Füßen schädigt, kann es passieren, dass Betroffene Verletzungen an der Fußsohle nicht mehr wahrnehmen. 

Doch keine Panik. Für alle, die das Laufen ohne Schuhwerk mit etwas mehr Vorsicht genießen möchten oder sich beispielsweise nicht gegen Tetanus impfen lassen wollen, eignen sich praktische Barfußschuhe als Schutz, um einen direkten Kontakt zwischen Fuß und Untergrund zu vermeiden. 

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