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„Wenn das Gemüse zum Freund wird…“

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„Vegder Jemös“ blickt optimistisch auf die Saison

Die Idee zur Gründung von „Vegder Jemös“ kam eigentlich in den Gemeinschaftsgärten des Sozialbetriebs dabei in St.Vith. Hier trafen sich Hobbygärtner um in kurzweiliger Runde ihr eigenes Gemüse anzubauen. Um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und auch mehrere Menschen mit ins Boot der nachhaltigen Landwirtschaft zu nehmen, gründeten Marlene Kaut, Carlos Viveiros, Ernst Classen, Daniel Paquet, Gaby Schrauben, Sabine Schmitz und Isabella Schleck 2015 zuerst eine faktische Vereinigung und später die VoG. „Vegder Jemös“, die seit nunmehr sechs Jahren auf einem ca. 3.000 qm großen biozertifiizertem Feld in Galhausen Gemüse anbaut und verkauft. 

Das primäre Ziel der VoG. ist die Sensibilisierung für den ökologischen Gemüseanbau und diesbezüglich eine Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen Akteuren.

Die Wirtschaftlichkeit ist nicht unwichtig, aber stehe erst an zweiter Stelle. Großen Wert legen die Verantwortlichen auf Boden schonende Bewirtschaftung, was deutlich mehr an Handarbeit und Muskelkraft erfordert. „Ja, unser Projekt ist bedeutend zeitaufwändiger und vor allem anstrengender als der konventionelle Gemüseanbau“, meinte Philipp Jates, der als Mitglied der „Vegder Denkfabrik“ seit einiger Zeit im Vorstand mitarbeitet. Die „Strapazen“ beim Anbau, bei der Beetpflege und auch bei der Ernte tragen dazu bei, die Produkte besser Wert zu schätzen, da man wisse, wie viel Arbeit dahinterstecke. Das Projekt befinde sich zudem in einer ständigen Entwicklung, sodass in dieser Saison erstmals auch auf biozertifizierten Dünger zurückgegriffen werde. Da nur die obere Bodenschicht gelockert werde, müssen trotz ausgeklügelter Fruchtfolge entzogene Nährstoffe beigefügt werden. Wir wollen weitgehend Eingriffe in das Bodenbiotop vermeiden“, so der Tenor. Angebaut werden nach saisonalem Bewirtschaftungskreislauf Kartoffelspezialitäten, Möhren, Rosenkohl, Pastinaken, Fenchel, Rote Beete, Knoblauch und Kürbisse, um nur einige der schmackhaften Produkte zu nennen, die nach der Ernte direkt auf dem Feld zum Verkauf angeboten werden. „Selbst Spitzenköche wie Eric Pankert haben uns entdeckt und unser Gemüse auf die Karte gesetzt. Er lobt unser erntefrisches Gemüse ob seiner Textur und seines intensiveren Geschmacks in höchsten Tönen. Diese Wertschätzung macht uns stolz und gibt uns Mut für die Zukunft“, so Philipp Jates.

In dieser Saison stehen mit dem Bau eines Geräteschuppens und der Anlage eines Tropfen-Bewässerungssystems zwei größere Projekte an. Eine finanzielle Anschubhilfe erfuhr das Projekt durch die König-Baudouin-Stiftung sowie die Cera Foundation. „Wirtschaftlich sind wir im grünen Bereich, was fehlt sind weitere motivierte Gartenarbeiter. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur die Freude am gemeinsamen Gärtnern und die Liebe zur Naturarbeit sind Voraussetzung. Es macht ungemein viel Spaß!“ Die Feldarbeit in Gruppen an einigen Vor- oder Nachmittagen statt, wozu man sich je nach Verfügbarkeit anmelden kann. Die Feldarbeiter haben die Möglichkeit für ihre Arbeit ganz frisches Gemüse vom Feld zu erhalten. Zudem seien weitere Helfer in den Bereichen Administration, Marketing und Logistik immer willkommen. In Zeiten der Pandemie und des Homeoffice liegt diese nachhaltige und biologische Nahversorgung mit Gemüse voll im Trend.

 

Interessenten für leckeres Gemüse von „Vegder Jemös“ und freiwillige Helfer können sich unter vegder.jemoes@posteo.net gerne in eine Mailingliste eintragen. Somit werden sie regelmäßig über anfallende Arbeiten, über unser Gemüseangebot und Preise informiert.

Für weitere Infos: 
Vegder Jemös VoG.
Email: vegder.jemoes@posteo.net
GSM: +32 474 50 69 66 (Philipp Jates)

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