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Skatepark soll für Aufwertung sorgen

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Skater-Freunde aus St. Vith planen neuen Actionpark

Skateboard, Inlineskates, BMX und Roller gehören zweifelsohne zu den beliebtesten Trendsportarten seit Jahren. Der Hype, der in den 1980er Jahren aus den USA nach Europa überschwappte, genießt bei Aktiven aller Altersschichten nach wie vor großes Ansehen, sodass viele Kommunen und Städte eigens für diese Sportart konzipierte Parcours anlegen. Auch St. Vith besitzt eine eingeschworene Skater-Gemeinschaft, die sich regelmäßig auf dem Gelände nahe des Fußballplatzes an der Rodter Straße trifft um neue Elemente auf ihren Geräten einzustudieren.

Intuitive Bewegungsschule

„Das Skaten ist eine ganzheitliche Bewegungsschule, die fit hält und zugleich auch dazu beiträgt den eigenen Körper besser einzuschätzen. Als erstes lernt man das Hinfallen“, lacht Mathy Frauenkron. Allerdings ist die Anlage, die 2004 von der Stadt gebaut wurde in die Jahre gekommen, sodass die Nutzer auf eine Verbesserung der Infrastruktur drängen. „Damals wurde der Parcours in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff von der Gemeinde mit einem Budget von 16.500 € erbaut. Doch leider ist die Bodenstruktur für unseren Sport alles andere als geeignet, während an den einzelnen Stationen ebenfalls der Zahn der Zeit nagt. Neben Problemen mit aktuellen Sicherheitsbestimmungen müssten auch verschiedene Teile grundlegend erneuert werden“, so Mike Deconinck, einer der Sprachrohre der St. Vither Skater-Freunde, die sich für den Bau einer neuen Anlage stark machen. „Wir sind kein Verein und haben somit auch keine entsprechende Lobby; wir sind lediglich eine Gruppe von aktiven Skatern, die sich in ihrer Freizeit zum gemeinsamen Hobby treffen“.

Standortfrage

In Zusammenarbeit mit der „Offenen Jugendarbeit“ (OJA) suchen die Aktiven nach neuen Möglichkeiten und stießen bei den beiden Schöffen Roland Gilson und Anne-Marie Herrmann auf offene Ohren. „Die Gemeindeverantwortlichen waren unserem Projekt sehr positiv gesonnen und versprachen auch eine enge Begleitung“, bemerkt Mike Deconinck. Ein Standortwechsel von der „Rampe“ an der Rodter Straße zum Gelände neben dem Bolzplatz nahe der Jugendherberge erweist sich in diesem Zusammenhang als größter Wunsch der Interessengemeinschaft, die für die Propagierung ihres Projektes über 60 Unterschriften von Aktiven sammelte. Das neue Areal birgt einige Vorteile, die den Skater-Sport in St. Vith und Umgebung weiter nach vorne bringen könnte. „Wir haben bereits mit Firmen Kontakt aufgenommen um Beispiele für einen attraktiven Parcours zu bekommen. Da sind tolle Konzepte dabei, die man an diesem neuen Standort auch perfekt verwirklichen könnte“, meinte Mathy Frauenkron weiter. So könnte eine Betonkonstruktion dort auch teilweise in den Boden eingelegt werden, während als Untergrund Schleifbeton den Fahrkomfort für Jedermann deutlich steigern könnte. „Derzeit fahren wir auf grobem Asphalt. Einerseits bremst dieser ungemein und anderseits kommt es bei Stürzen zu recht schmerzhaften Schürfwunden. Diese Risiken wären mit Schleifbeton größtenteils ausgemerzt“, erklärt Mathy Frauenkron.

Zukunftsprojekt

Für die Mitglieder der IG „Skatepark St. Vith“ beginnt ein spannender Weg, der viel an Überzeugungskraft verlangen dürfte. „Aus unserer Sicht ist das Projekt eine exzellente Investition in die Zukunft der Jugend sowie eine Möglichkeit der Verständigung unter Generationen“, bemerkt Mike Deconinck. Nach dem offiziellen Antrag werden die beiden Schöffen das Projekt in einer Kommissionssitzung besprechen, bevor die weiteren administrativen Schritte eingeleitet werden. „Es werden sicherlich noch ein bis zwei Jahre ins Land ziehen, bevor unser Projekt konkret wird. Dennoch blicken wir in eine positive Zukunft und freuen uns über die tatkräftige Unterstützung eines jeden Einzelnen.“, so Mathy Frauenkron abschließend.