laden

Tippe zum suchen

Projekt „ Dorfsaal Oudler“ – Ein Dorf kann stolz auf sich sein!

Teilen

„Ohne eine Infrastruktur geht das Dorf- und Vereinsleben am Stock“, doch sind Bauvorhaben in Zeiten klammer Kassen schwieriger denn je. Die Dorfgemeinschaft Oudler realisierte dennoch nach über 30 Jahren Kampf ihr ehrgeiziges „Dorfsaal“-Projekt. Die Eröffnung findet am ersten Maiwochenende statt.

Was mit einer einzigen Gruppe unter der Ägide von Erika Margraff vor 33 Jahren begann, entwickelte sich in der Zwischen-zeit zum wohl mitgliederstärksten Tanz-sportverein der Eifel.

Nachdem das Bauvorhaben im Dorfzentrum aufgrund fehlender finanzieller Garantien scheiterte, erhielten die Dorfvertreter das vor 20 Jahren mit Mitteln der DG für den Bau einer Mehrzweckhalle gekaufte Gelände nahe des Fußballplatzes als Bauparzelle.

Aus der Not geboren

Der alte Saal konnte als Bürgschaft für einen Hypothekenkredit genutzt und eine Bank gefunden werden. Man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass 40 % des Gesamtinvests eigenfinanziert werden müssen. Schnell wurde ein Konsens mit der DG und der Gemeinde gefunden, sodass die Bauarbeiten begonnen wurden. Zum Jahreswechsel meldeten die Verantwortlichen die „Bezugsfertigkeit“ an. Während der Weihnachtsferien sowie an Wochenenden wurde eifrig gearbeitet, um die Festinfrastruktur fristgerecht zu realisieren. Das sei eine Mammutaufgabe gewesen, die aber dank der tollen Zusammenarbeit der Dorfgemeinschaft gemeistert werden konnte. „Vereinzelte Arbeiter, wie unser Malermeister, verbrachten 3 Wochen lang jede freie Minute im Saal. An Wochenenden waren bis zu 40 Handwerker ehrenamtlich präsent!“

Eigenleistungen

Den Rohbau realisierte die Firma Elsen AG, die Dachkonstruktion lieferte X-Wood. Die Holzarbeiten verrichtete Vincent Messerich, während FD-Electric die Elektro-, sowie Detem S.A. die Heizungs- und Sanitärinstallation übernahmen. Im Theken- und Sanitärbereich unterstrichen „Marmor Bantz“ sowie „Schmiede H. Richardy“ ihre Kreativität. In allen Gewerken brachte die Dorfgemeinschaft Eigenleistung ein, sodass Kosten gedrückt werden konnten. „Es war toll zu sehen, dass sich die Baustelle mitunter zu einem Ameisenhaufen aus Fachkräften verwandelte“.

Investition in die Zukunft

Dies war die Grundvoraussetzung zur Realisierung des Dorfsaals, denn im Gegensatz zu allen anderen Gemeinden der DG müssen VoG.’s in Burg-Reuland auf Zuwendungen vonseiten der Kommune verzichten, bei einem Gesamtinvest von ca. 950.000 € sind das 380.000 €, die durch Spenden und Submissionen sowie einen Hypothekenkredit gedeckt werden. Natürlich sei das Risiko groß, doch könne eine intakte Dorfgemeinschaft nur kreiert werden, wenn zeitgemäße Räumlichkeiten vorhanden seien. Die VoG hofft mit der modernen und multimodalen Infrastruktur auf eine ähnliche Belegung wie im alten Saal, um den Kredit zu tilgen.

Neue Möglichkeiten

Der Dorfsaal befindet sich abseits des Verkehrs und bietet tolle Möglichkeiten für Hochzeiten, Aperitivs, Familienfeiern mit Kindern oder andere Empfänge. Die Kosten für die „Zurverfügungstellung“ werden als sehr sozial bezeichnet. Die Akzeptanz innerhalb der Dorfbevölkerung gibt den Planern Recht. „Es herrschte eine kollegiale Arbeitsatmosphäre, die zeigte, dass wir als Dorf zusammenhalten und Berge versetzen können“. Der Saal verfügt über die flexible Bühne, die wie im Triangel wertvolle Dienste leistet. „Wir bieten eine Bühne von ca. 100 qm, die bei Bedarf versenkt werden kann. Ob Theater, Konzerte, DJ-Partys oder nur Präsentationen, wir sind flexibel!“

Akustik und LED-Technik

Der Dorfsaal beinhaltet gleich zwei Räumlichkeiten, die separat genutzt werden können. Der große Saal bietet ca. 800 Gästen Platz, während der kleine für Familienfeiern und Geburtstage für ca. 150 Personen konzipiert ist. Besonderes Augenmerk legten die Verantwortlichen auf die Akustik. „Das war uns sehr wichtig und unser Architekt Daniel Blaise hat ganze Arbeit geleistet, um ein Maximum an Klanggenuss herauszuholen“.

Eye-Catcher im Innenbereich

Während man auf kostensparende Lösungen achtete, konnten mit den ortsansässigen Firmen Bantz und Richardy im Theken- und Sanitärbereich wahre „Eye-Catcher“ geschaffen werden. Der Toilettentrakt ist in Granit gehalten, während die Theken mit Cortenstahl und hauseigenem Logo veredelt wurden. Über dies kommt modernste LED-Lichttechnik zum Einsatz. Ein tolles Projekt, zu dem der gesamten Dorfgemeinschaft Oudler nur gratuliert werden kann.

Wer Interesse an der neuen Dorfsaal-Infrastruktur hat, kann sich jederzeit an die VoG. Dorfsaal Oudler wenden.

www.oudler.be/dorfsaal
info@oudler.be
GSM +32-472-683068

Eröffnungsparty am 2. und 3. Mai
WALLSTREET und Blasmusik

Die akademische Sitzung mit der offiziellen Eröffnung findet am Freitag, dem 1. Mai ab 18 Uhr statt. Hierzu sind jedoch nur geladene Gäste sowie die Dorfbewohner eingeladen.

Am Samstagabend lädt die Co-ver-Band WALLSTREET zur Er-öffnungsparty in den großen Saal ein. WALLSTREET war in den 1990er Jahren bereits Stammgast im alten Vereinslokal, sodass die Verantwortlichen diese Tradition auch in den neuen Gemäuern fort-setzen wollten. Mit Sicherheit wird die WALLSTREET-Crew sich die eine oder andere musikalische Überraschung einfallen lassen. Mit dabei ist Renato Bennardo, viel versprechender Finalist von „The Voice of Belgium“, sowie Frontfrau und Entertainerin Jenny Palm. DJ Tobster wird dieses Live-Event mit entsprechender „Musik aus der Konserve“ supporten.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Blasmusik. Nach einem mu-sikalischen Frühschoppen durch den MV Oudler und einem gemein-samen Mittagessen steht während des gesamten Nachmittags Blas-musik auf der Agenda. DJ Tobster sorgt für das Partyfinale.