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„So etwas erlebt Ostbelgien nur alle paar Jahre!“

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Ostbelgienfestival – CHANTICLEER gastiert am 28. April in der Pfarrkirche Rocherath

Mit dem A-Capella-Chor Chanticleer konnte das Ostbelgienfestival einen ganz großen Namen für das Frühjahrsprogramm verpflichten. Chanticleer wurde 1978 in Los Angeles gegründet und hat sich weltweit als A-Capella-Formationen der Weltklasse einen Namen gemacht. Von der Renaissance bis zur Moderne beherrschen die Sänger sämtliche Stilarten der Musik. Ihre 30 Alben wurden mit internationalen Preisen sowie Grammys ausgezeichnet. 2008 erhielten sie den Titel „Musical America‘s Ensemble of the Year”. „So etwas erlebt Ostbelgien nur alle paar Jahre!“, bemerkte Steven Gass vom OBF.

Der erste Konzertteil am 28. April ist der Renaissance vorbehalten, wobei mit Guillaume Dufay und Josquin Desprez zwei der wichtigsten Vertreter der franko-flämischen Schule nicht fehlen dürfen. Im Mittelpunkt steht die sechsstimmige Missa „Tu es Petrus“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina aus dem Jahre 1572. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die „Quatre petites prières de Saint François d‘Assise“ von Francois Poulenc. Poulenc verbindet archaische Elemente des mittelalterlichen Klostergesangs, wie etwa Anklänge an den gregorianischen Choral mit der für ihn typischen progressiven Harmonik. Zudem stehen mehrere Folk Hymns in speziell für Chanticleer verfassten Arrangements auf dem Programm. Der Name Chanticleer geht auf den in aller Klarheit singenden (chant = singen, clear = klar) Hahn in Geoffrey Chaucers Erzählungen „Canterbury Tales“ zurück.

Auf allen Bühnen zuhause!

Der Chor wurde 1978 durch den Tenor Louis Botto gegründet, der bis 1989 selbst im Ensemble sang und ihm bis zu seinem Tode 1997 als künstlerischer Leiter vorstand. Botto war aufgefallen, dass die Renaissancemusik, die er als Musikwissenschaftler erforschte, in den USA kaum aufgeführt wurde. Er gründete das Ensemble, um diese Musik mit einem reinen Männerensemble authentisch aufführen zu können. Zurzeit besteht Chanticleer aus zwölf Männern: drei Bass-Baritonen, drei Tenören und sechs Countertenören, die in Alt- und Sopranlage singen können. William Fred Scott zeichnet

sich als musikalischer Leiter verantwortlich. Chanticleer ist bekannt für seine ausgezeichnete Musikalität und Klangschönheit, verbunden mit grandioser Klarheit. Die klangliche Homogenität der zwölf Sänger aus San Francisco hat sie auch international als „Orchester der Stimmen“ bekannt gemacht. Chanticleer singt von Freude und der Ewigkeit, aber auch von Schmerz und Leid. Das Ensemble hat aufgrund seiner lebhaften Interpretation eines breitgefächerten Vokalmusik-Repertoires – von der Renaissance bis zum Jazz, von Gospelmusik bis zu ausgefallenen Werken zeitgenössischer Musik – ein beachtliches Renommee erlangt.

Dvorak im Triangel

Bereits am Donnerstag, dem 25. April gastiert das Sinfonie-Orchester Aachen unter der Leitung von Justus Thorau und der Choreinstudierung von Jori Klomp im großen Triangel-Saal. Zur Aufführung gelangt hierbei „Stabat Mater“ von Antonin Dvorak. Die rund 150 Mitwirkenden des Sinfonie-Orchesters Aachen und der Chöre des Theaters Aachen garantieren eine beeindruckende Wiedergabe.

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