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Beschützende Werkstätte „Die Zukunft“ Meyerode

Menschen mit einer Einschränkung finden auf dem ersten Arbeitsmarkt nur selten Stellen. Hier kommt im Süden Ostbelgiens die BW „Die Zukunft“ in Meyerode ins Spiel, die seit Jahrzehnten als verlässlicher Arbeitgeber für viele Menschen im Süden Ostbelgiens auftritt und in der Innovation und Unternehmergeist vorherrschen.

Die BW „Die Zukunft“ versteht sich selbst als Industriebetrieb mit breitem Dienstleistungsspektrum. 108 Personen (86 Vollzeitkräfte), davon 78 mit einer Einschränkung, sind am Jäseberg beschäftigt.

108 Beschäftigte

Die primäre Zielsetzung ist klar definiert, denn die Werkstätte bietet Menschen mit einer Beeinträchtigung eine gesicherte Arbeit in Verbindung mit einem selbst erwirtschafteten Einkommen. „Die Menschen arbeiten hier und tragen aktiv zum Bruttosozialprodukt bei. Die Menschen fühlen sich „geWERTschätzt.“ Es geht nicht um Gewinnmaximierung, doch muss sich der Sozialbetrieb selbst tragen. Das haben wir bis jetzt immer geschafft!“, erklärt Geschäftsführerin Alexa Colling mit Stolz. Die Druckerei, der Hausverkauf von Haushaltsartikeln sowie die Herstellung von Kerzen werfen Gewinne ab, die in weniger gewinnbringenden Sparten der Verpackung oder der einfachen Serienmontage eingesetzt werden. „Durch diese innerbetriebliche Solidarität kann auch dort kostendeckend gearbeitet werden.“

In der globalen Gesellschaft ist Konkurrenzfähigkeit oftmals schwierig. Alexa Colling berichtet von Konkurrenz aus anderen sozialen Nischenbereichen wie Gefängnissen, die ihren Beschäftigten nur 5 € pro Stunde bezahlen müssen. Bei der BW findet hingegen der offizielle Mindestlohn (ca. 10  € Brutto) Anwendung. „Diese Dinge müssten von der Politik geklärt werden, damit es zwischen Sozialbetrieben nicht zu Existenz bedrohender Konkurrenz kommt“, meinte Alexa Colling. Die Belegschaft setzt sich u. a. aus Menschen mit psychischen Problemen sowie mentalen und körperlichen Schwierigkeiten zusammen. „Wir müssen für jeden das passende Programm finden, da wir für sie die einzige Möglichkeit darstellen, in der Arbeitswelt einen Platz zu finden. Hier arbeiten wir eng mit der Dienststelle für selbstbestimmtes Leben zusammen.“ Hinzu kommen laut Alexa Colling noch ca. 10 Mitarbeiter mit einer sogenannten „sozialen Beeinträchtigung“. Hier ist das Ziel, diese Menschen für den 1. Arbeitsmarkt fit zu machen. „Ab dem 1. Januar werden die Lauffristen dieser Arbeiter auf drei Jahre befristet, sodass sie danach in die Arbeitslosigkeit zurückfallen. Das ist sehr kontraproduktiv – Verschiedene brauchen deutlich länger, sodass unbefristete Verträge wie bisher mehr Sinn machen.“

SIEMENS als Partner

Die BW muss also auf den Märkten konkurrenzfähig sein, was oftmals eine Gratwanderung darstellt. Arbeit für leistungsschwächere Personen zu finden, sei nicht einfach, da diese repetitive, einfache Aufgaben benötigen. Gerade die Konkurrenz der Billiglohnländer, der Haftanstalten, aber auch die zunehmende Automatisierung grasen der BW „Die Zukunft“ die Aufträge weg. Aus diesem Grund ist die BW auf die Kooperation mit dem Elektronik-Großkonzern Siemens stolz, der in der Elektromontage bereits seit Jahren auf den ostbelgischen Sozialbetrieb setzt. Hier werden Schaltkästen zusammengestellt sowie Kabelkonfektionen nach ISO-Zertifizierung realisiert.

Die Wirtschaftlichkeit stellt ein großes Problem für die BW dar, da 50 % des Umsatzes erwirtschaftet werden müssen. „Mit einem Umsatz von 950.000 € ist das eine große Herausforderung.“ Die Solidarität der Kunden in der Druckerei und beim Hausverkauf ist besonders wichtig, denn das ist unser finanzielles Standbein.“ Der Webshop soll auch Internet-Kunden anlocken. Druckprodukte, Kerzen, Luftballons, Verpackungen u. v. m. sind im BW-Angebot.

T: +32 (0)80348210,
Online-Shop: www.zukunft.be/shop2
www.zukunft.be