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Der 16-jährige Rennfahrer Phil Hill ist auf Erfolgskurs

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Wo deutsches Talent auf belgisches Know-how trifft

Bereits mit 16 Jahren hat der deutsche Rennfahrer Phil Hill, der aus Mülheim an der Ruhr stammt, den Sprung in den Formelsport geschafft. Wie man es schafft, in diesem Alter bereits so erfolgreich zu sein?

Neben einer gehörigen Portion Talent gehört dazu auch ein zuverlässiges Team, das an einen glaubt. Daher hat der belgische Coach Freddy Marx das Management des Jungen übernommen und spornt ihn zu immer weiteren Höchstleistungen an. Gemeinsam sind sie auf der Suche nach Sponsoren, denn Erfolg im Rennsport ist zwangsläufig auch mit hohen Kosten verbunden.

Zwei Talente, ein gemeinsames Ziel: in der Königsklasse glänzen

Wenn man den 16-jährigen Phil Hill so ansieht, kann man kaum glauben, dass eines der größten Talente des Motorsports vor einem sitzt. Schüchtern, aber mit einem Blitzen in den Augen erzählt er von seinen Anfängen, seinem derzeitigen Training und seinem großen Ziel: Sich in der Formel 1 zu etablieren und langfristig auch von seiner großen Leidenschaft, dem Motorsport, leben zu können. Namentlich hat er da schon einmal gute Voraussetzungen, denn passionierten Fans der schnellen Rennen dürfte der Name Phil Hill nicht unbekannt sein: Die US-amerikanische Rennsportlegende Phil Hill (1927 – 2008) machte ebenfalls in der Königsklasse von sich reden und gewann 1961 die Weltmeisterschaft. Und es scheint, als hätte dieser Pionier sein Talent direkt an seinen 16-jährigen Namensvetter weitervererbt. Denn an Motivation und Zukunftsgeist mangelt es auch dem deutschen Phil nicht.

Vom Bobby Car in die Formel Renault – wie alles begann

Doch wie kommt es, dass ein 16-jähriger Rookie, der in seinem Alter nicht einmal einen Führerschein besitzen darf, die schnellen Autos besser zu kennen scheint als manch langjähriger Autofahrer? Bereits von klein auf hat Phil eine Leidenschaft zu kleinen roten Flitzern. Zwar ist er damals noch auf dem Bobby Car unterwegs, doch eine Passion ist geboren. Schon in jungen Jahren bewundert er die Trophäen seines Vaters Patrick, der unter anderem Youngtimer-Trophy-Rennen fuhr, und stellt fest: Das will ich auch! Nach monatelangem Beknien gibt Patrick Hill schließlich nach und fährt mit seinem Sohn zu einem Kartverleih – damals ist Phil gerade einmal sieben Jahre alt. Weil der heute 16-Jährige schon damals Talent beweist, fördert sein Vater ihn weiter. Eine Investition, die sich auszahlt, denn dieses Jahr hat Phil den Sprung in den begehrten Formelsport geschafft und wird die Meisterschaft in der Formel Renault 2.0 aller Voraussicht nach auch für sich entscheiden.

Wahres Talent muss gefördert werden – die Verbindung zu Freddy Marx entsteht

Es ist gar nicht mal so leicht, im Rennsport Fuß zu fassen. Das weiß auch Freddy Marx, der als Instructor auf der Rennstrecke in Spa Francochamps arbeitet. Als er einen Anruf von Phils Vater erhält, weil der junge Fahrer seinen neuen Wagen auf der Strecke testen möchte, ist der 51-Jährige
zunächst skeptisch, aber verspricht dennoch, den beiden zu helfen. Bei einem Besuch auf der Track Night erklärt er Phil die Schwierigkeiten der Strecke und merkt schnell: In diesem Jungen steckt Potenzial. Daher lässt er den damals 15-jährigen Hill ans Steuer und wird vollends überzeugt. Doch im Motorsport kommt es nicht nur auf Talent an, sondern auch auf das eigene Auftreten. Weil der erfolgreiche belgische Geschäftsmann an ihn glaubt und sieht, dass der junge Fahrer eben diese Eigenschaften wie Selbstvertrauen und Standing besitzt, übernimmt er Phils Coaching, feilt an den Feinheiten und ist seit kurzem auch als sein Manager engagiert. Gemeinsam gehen sie Schritt für Schritt in Richtung Königsklasse.

Erfolg im Motorsport – eine teure Angelegenheit

Doch trotz vieler Erfolge, zahlreicher gewonnener Rennen und viel Unterstützung seitens der Familie gibt es einen Stolperstein, den selbst der belgische Coach nicht so einfach aus dem Weg räumen kann: Motorsport kostet. Und zwar nicht wenig! Für den Schritt in die neue Formel Serie werden horrende Summen pro Saison benötigt. Daher arbeiten Phil und Freddy mit Hochdruck daran, neue motorsportaffine Sponsoren zu gewinnen, die das Potenzial des Jungen fördern. Für die Geldgeber ist Phil jedoch auch eine gute Investition, denn sein Manager Freddy Marx hat bereits Kontakt zu RTL II geknüpft. Der Sender möchte in Kürze eine Sendung über Hill drehen, bei der er unter anderem gegen Matthias Malmedie antreten wird und sein Talent unter Beweis stellen kann. Alles für das eine große Ziel: die Formel 1.

Picolo wünscht Phil Hill und seinem Coach Freddy Marx weiterhin viel Erfolg und drückt die Daumen, dass der Sprung in die nächste Klasse in naher Zukunft sowie die Suche nach Sponsoren gelingen wird.

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