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Die Maria-Goretti-Sekundarschule

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Ein Platz für jeden Schüler

Die Maria-Goretti-Sekundarschule wurde vor 68 Jahren als katholische Schule in St.Vith gegründet und bot erstmals Mädchen die Möglichkeit zur schulischen Fortbildung nach dem zwölften Lebensjahr. Zwei Jahrzehnte später wurden ihr vom freien Schulträger BSDG die Studiengänge in Wirtschaft, Sozialwissenschaften und Latein-Naturwissenschaften zugeordnet, womit ihre Unterrichte ab dem dritten Sekundarjahr auch Jungen zugänglich wurden. Später kamen zwei technische und berufsbildende Klassen hinzu, die die Schüler auf das Berufsleben vorbereiten.

Das Logo

Das Logo der Schule weist mit seinen Laubblättern auf den Baum hin. Dieses bedeutungsreiche Symbol erinnert immer wieder an das Leben und die Arbeit einer Schulgemeinschaft.

Der Baum mit seinen Wurzeln, seinem kräftigen Wachstum, seiner Einmaligkeit und seiner Standhaftigkeit wird zum Bild des Jugendlichen, der seine Gesamtpersönlichkeit entfaltet. Wenn die Klassengemeinschaft die Baumkrone bildet, trägt jedes einzelne Blatt dazu bei, dass der Baum leben kann.

Dass in diesem Schuljahr der Baum des Lebens als Jahresthema gewählt wurde, bedeutet umso mehr. Dieses Bild spielt eine herausragende Rolle im Schulprojekt.

Grundschule und Internat

Im Schulcampus der MG befinden sich neben der Sekundarschule mit etwa 680 Schülern zwei weitere wichtige Strukturen.

Die Grundschule der katholischen Schulen – die Maria-Goretti-Grundschule (MGG) – ermöglicht das Zusammenleben von „Groß und Klein“. „Die Kinder sollen sich im Kindergarten wohl fühlen und gerne kommen“, sagen die Kindergärtnerinnen, deren Arbeit auf die Montessori-Pädagogik basiert. Das Lesen wird anschließend in der Grundschule nach der „Lollipop-Methode“ geübt, bei der die Kinder nacheinander die verschiedenen Buchstaben und Laute lernen. Die Nähe zur Sekundarschule bietet die Gelegenheit zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen, die für alle sehr bereichernd ist und den Wechsel von Grund- zur Sekundarschule vereinfacht.

 

Das Internat mit höchstens 59 Schülerinnen bietet einen familiären Rahmen, in dem jeder sich respektiert fühlt und das Leben in der Gemeinschaft lernt. Die Erzieherinnen haben stets ein offenes Ohr für die Jugendlichen und pflegen regelmäßigen Kontakt zu Eltern, Lehrern oder dem Präventionszentrum Kaleido. Sie bieten den Schülerinnen einen geregelten Tagesablauf und einen regelmäßigen Lernrhythmus. Sie lernen ihnen, Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu arbeiten.

Die Marie-Goretti-Sekundarschule bietet den Schülern die Möglichkeit, am allgemeinbildenden, technischen oder berufsbildenden Unterricht teilzunehmen. Im allgemeinbildenden Zweig üben die Jugendlichen an verschiedenen frei wählbaren Unterrichten das abstrakte Denken und bauen mit ihrem Abitur eine solide Basis für ein folgendes Studium oder eine Ausbildung auf. Die Schüler der technischen und berufsbildenden Klassen folgen einer praxisnahen Fortbildung. Gleichzeitig zum Abitur erhalten die Schüler ein Befähigungsdiplom, das ihnen neben dem Studium den direkten Weg in das Berufsleben ermöglicht.

Die Beobachtungsstufe

Fast alle Klassen der ersten Stufe (1. und 2. Sekundarschuljahr) sind reine Mädchenklassen des allgemeinbildenden oder berufsbildenden Zweiges. Ab dem ersten Sekundarschuljahr dürfen laut Schuldekret ebenfalls Mädchen zur MG, die nicht in Belgien wohnen.

Die begleitenden Lehrer sind bemüht, die Schülerinnen so in die Arbeit zu integrieren, wie sie die Grundschule verlassen haben. Die Schülerinnen lernen meist im Klassenverband und im lehrerbegleiteten Unterricht. Für den Lehrer stehen seine Schülerinnen im Mittelpunkt. Verschiedene Methoden oder Problemstellungen, innerschulische Projekte wie Grundwahlfachtage, Matherallye, Schreibworkshops, Vorlesungen, unterrichtsbezogene Klassenfahrten helfen, gemeinsam und voneinander zu lernen. Während Wandertagen, Klassenaktivitäten mit dem Präventionszentrum Kaleido, dem JIZ oder im Fairplayer-Projekt wird die Klassengemeinschaft gelebt und gefestigt.

Die Klassenlehrer haben ein neues Medienkonzept für die Schüler des ersten Jahres erarbeitet. Die Schüler lernen den Umgang mit digitalen Medien und werden in Word und PowerPoint geschult. Weil das Buch, die Zeitung oder der Verlag selbst in einer von Computern geprägten Lern- und Arbeitswelt sehr wichtige Informationsquellen bleiben, erfahren die Schülerinnen eine Einführung in die Schulmediothek.

Das Curriculum sieht vor, dass die Schülerinnen üben, wie Lernhilfen sie beim Erarbeiten von Unterrichtsstoff unterstützen können: Wie markiere ich wichtige Dinge im Text? Wie zeichne ich eine Mindmap? Stützkurse in Deutsch, Französisch und Mathematik helfen, den Lernstoff zu vertiefen und zu wiederholen.

 

Der allgemeinbildende Übergang nach der ersten Stufe

Nachdem der Schüler in der ersten Stufe seine Eignung erkannt hat, bietet sich ihm in der 2. und 3. Stufe die Möglichkeit, ein recht persönliches Unterrichtsprogramm zusammenzustellen. An der Maria-Goretti-Sekundarschule werden fast alle Fächer unterrichtet, die auch andere Sekundarschulen anbieten. Sie ist jedoch eine der wenigen Schulen, die dem Schüler die freie Wahl der Kombinationsmöglichkeiten lässt. Schüler, die es wünschen, können Wirtschaft mit Latein kombinieren, Wirtschaft mit Sozialwissenschaften, Sozialwissenschaften mit einem Leistungskurs in Physik, usw. Alle Grundwahlfächer bieten die Möglichkeit einer ganzheitlichen Ausbildung und fundierten Allgemeinbildung, sie verhindern eine frühe Spezialisierung:

 

Latein

Die lateinische Sprache ist eine Kultursprache, die für die sprachliche und kulturelle Entwicklung Europas eine wichtige Rolle spielt und in unseren modernen Sprachen und Fachsprachen weiterlebt. Der Unterricht fördert den Umgang mit diesen Sprachen, die Fähigkeiten zur genauen Analyse, zur methodischen Disziplin, zu kultureller Offenheit und kritischem Denken.

 

Moderne Sprachen: Französisch, Englisch, Niederländisch, Spanisch

Während Französisch bereits seit der Grundschule ein Pflichtunterricht ist, kann jeder im Laufe seiner schulischen Laufbahn drei weitere Fremdsprachen hinzuwählen. Englisch ist für jeden Schüler verpflichtend ab dem zweiten Jahr, kann aber auf Wunsch später als Leistungskurs gewählt werden. Im dritten und vierten Jahr kann der Schüler Basiskurse in Niederländisch und Spanisch hinzuwählen.

 

Naturwissenschaften: Biologie, Chemie, Laborarbeiten, Physik

Die Schüler lernen, Beobachtungen und Phänomene anhand der wissenschaftlichen Arbeitsmethode Hypothese/Versuch/Bestätigung/

Widerlegung zu analysieren. Dieses Auseinandersetzen hilft ihnen, Lebewesen oder Umgebung besser zu verstehen und kritisch über Gesundheit, Energie und weitere wissenschaftliche Themen zu diskutieren.

 

Sozialwissenschaften

Sozialwissenschaften beschäftigen sich mit Strukturen, Formen und Bedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Sie fördern Allgemeinbildung im sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bereich. Sie helfen, Vorurteile kritisch zu hinterfragen, Andersdenkende zu respektieren, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu vertreten.

 

Wirtschaftswissenschaften

Dieses Grundwahlfach bringt den Schüler in vier Jahren rund um den Wirtschaftskreislauf: in den Privathaushalt, in das Unternehmen, in den Staat und ins Ausland. Es fördert unter anderem das lösungsorientierte Denken, den Unternehmergeist, den Teamgeist und die Allgemeinbildung. Es weckt im Schüler Verantwortungsbewusstsein und lässt ihn die bürgerlichen Rechte und Pflichten entdecken.

 

Die technische Befähigung

 

Der technische Unterricht startet erst im dritten Jahr mit der Abteilung ‚Dienstleistungen im Sozialbereich‘, in denen der Schüler bereits zu den Abteilungen der dritten Stufe (5. und 6. Sekundarschuljahr) hingeführt wird:

Büroassistent/in

Der Aufgabenbereich des Büroassistenten umfasst vielseitige Tätigkeiten einer zeitgemäßen Büroverwaltung. Diese Ausbildung bereitet auf den praktischen Einstieg in den Beruf vor und vermittelt das nötige theoretische Wissen für ein späteres Weiterstudium. Sie passt zu Jugendlichen, die gerne kommunizieren, organisieren und verwalten, die sich für Fremdsprachen interessieren, die sich eine Welt ohne PC, Internet und Informationsbeschaffung nicht vorstellen können und gerne zuverlässig und strukturiert arbeiten.

 

Erziehung

Wen die menschlichen Belange interessieren, kann in dieser Fachrichtung Kompetenzen des Erziehers lernen. Ausdruck, Beobachtung, erzieherische Beziehung, Erziehungs- und Pflegetechniken sowie kreative Techniken stehen im Mittelpunkt der Ausbildung, die dem Schüler mit dem Befähigungsdiplom und dem Abitur den direkten Einstieg ins Berufsleben oder ins Studium ermöglichen.

 

Die berufsbildende Befähigung

Ab der zweiten Stufe stehen hier zwei Ausbildungen zur Wahl, die dem Schüler nach dem sechsten Jahr ein erstes Befähigungsdiplom bringen, nach dem 7. Jahr das Abitur und einen weiteren Befähigungsnachweis:

 

Familienhilfe/Pflegehilfe

Bis zum Diplom des Familienhelfers im 6. Jahr lernt der Schüler Aufgaben im Bereich der Haushaltsführung, der Grundpflege sowie der psychosozialen Unterstützung von kranken und älteren Personen. Im siebten Jahr werden die Pflegeleistungen und der Umgang mit pflegebedürftigen Menschen in Theorie und Praxis noch intensiver geübt.

 

Verkauf und Bekleidung/Geschäftsführung

Die Ausbildung im Verkauf ist ein Sprungbrett in erstaunlich viele Bereiche: Verkauf, Einzelhandel, Dekoration, Nähen, Umänderungen, Modedesign, Meisterausbildung oder die Selbstständigkeit. Im Zentrum der Ausbildung stehen das Nähen, das Auge für den Sitz eines Kleidungsstückes, die Verkaufstechniken und die Betriebsleitung.

 

Auf der Schulwebseite ‚www.mariagoretti.net‘ stehen alle Studienrichtungen näher beschrieben. Nach telefonischer Absprache informieren wir jeden gerne persönlich über die verschiedenen Ausbildungswegen