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Streicheleinheiten für den Gartenrasen

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Im Frühjahr ist Säubern, Düngen und Schneiden angesagt

Für viele Menschen ist der heimische Garten und hierbei vor allem der saftige, grüne und „englische“ Rasen das Aushängeschild schlechthin. Doch wie gelingt ein attraktiver Gartenrasen. Picolo ist der Sache nachgegangen und konnte bei Experten so manchen Tipp ergattern.

Für ein saftiges Grün im Sommer ist eine richtige Rasenpflege im Frühling unabdingbar, da sind sich alle Gartenexperten einig. Doch mit Produkten, Nachsaat oder Dünger alleine ist die Pflege nicht getan, denn es bedarf auch einer Menge an körperlichem Einsatz, damit der Rasen auch im Sommer „englische Züge“ annimmt

Phase 1:  Gründliches Aufräumen

Die eigentliche Rasenpflege beginnt eigentlich schon im Herbst mit dem Beseitigen des Laubs. Auch kleine Äste sollten in diesem Zusammenhang von der Rasenfläche ferngehalten werden. Diese „Aufräumaktion“ soll im Frühjahr wiederholt werden, damit der Rasen so richtig „durchatmen“ und vor allem trocknen kann. Sobald der letzte Schnee abgetaut ist, kann mit diesen Arbeiten begonnen werden. Ratsam ist es in dieser Arbeitsphase auch den sogenannten Rasenfilz gleichsam mit zu entfernen. Aufgrund von stehender Nässe hat sich während des Herbstes und des Winters an manchen Stellen vielleicht Moos gebildet. Dieses Moos sollte sorgfältig mit einem Rechen entfernt werden. Ist diese Moosfläche aufgrund „hungriger Bodenstruktur“ oder Schattenlage zu dicht geworden, hilft nur ein Vertikutierer weiter. ‘Vertikutieren’ wird im Gartenbau das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche genannt. Mit dieser Methode sollen Mulch (altes Schnittgut) und Moos entfernt und die Belüftung des Bodens gefördert werden. Der ursprünglich englische Ausdruck ist aus den Wörtern vertical (vertikal, senkrecht) und to cut (schneiden) zusammengesetzt. Moderne Geräte verfügen über senkrechte Messer mit Widerhaken, die das Moos aus dem Grün herausreißen.

Allerdings hilft das Vertikutieren nur, wenn anschließend das gesammelte Moos kosenquent aufgesammelt und auf dem heimischen Kompost oder in der Biotonne entsorgt wird. Und gerade hier staunt so mancher Gartenfreund über die große Menge des zu entsorgenden Mooses. Aber nur so kann der Rasen mehr Sauerstoff aufnehmen und sich nach Wunsch seines Besitzers regenerieren.

Phase 2:  Richtiges Düngen

Nach dem Vertikutieren sollte man im Anschluss überprüfen, ob sich vereinzelt kahle oder ausgedünnte Flächen erkennen lassen. Ist dies der Fall, so kann der Boden mit einem Rechen leicht aufgelockert werden und man sät mit entsprechender Rasensaat nach. Ideal ist hierbei die Mischung verschiedener Saatarten, sodass sich die spezifisch für die Bodenbeschaffenheit notwendige Saat durchsetzen kann. Nach der Saat empfiehlt sich eine kurze Ruhephase von einigen Tagen, in denen der Boden regelmäßig benetzt werden muss. Erst danach sollte mit

dem Düngen begonnen werden. Ideal ist hierbei das Verwenden von organischem Dünger, eventuell vom eigenen Komposthaufen. Organischer Dünger ist aber auch bei Fachhändlern in unterschiedlicher Größenverpackung erhältlich. Organische Dünger haben gegenüber ihren mineralischen Mitbewerbern den Vorteil, dass ein sogenanntes „Überdüngen“ praktisch ausgeschlossen werden kann. Einerseits werden Nährstoffe behutsam und kontinuierlich sowie über einen längeren Zeitraum ins Erdreich abgegeben und andererseits zersetzen Bakterien den Dünger nur dann, wenn der Rasen effektiv die enthaltenen Nährstoffe benötigt. Auch nach dem Düngen sollte regelmäßiges und teilweise üppiges Bewässern die Regel sein.

Phase 3:  Vorsicht Schnitt!

Die meisten Gartenfreunde haben laut Experten zu wenig Geduld und lassen den Garten und den Rasen nach einer entsprechenden Pflege kaum zur Erholung kommen. Daher sollte der Rasen nach dem Vertikutieren und dem Düngen eine Zeit lang zur Ruhe kommen. Der Fachmann spricht hierbei von „Trocknung“, die erst das Wachstum ermöglicht.  Was das Mähen anbelangt, so gelten ähnliche Regeln. Erst wenn sich der Rasen erholt hat und einige Zentimeter (am besten mindestens 6 Zentimeter) gewachsen ist, sollte der erste Schnitt bei wärmeren Außentemperaturen und entsprechender Trockenheit erfolgen. Der erste Schnitt sollte auch nicht zu kurz sein, sodass eine Länge von 3 Zentimetern nicht unterschritten werden sollte. Dieser erste, frühe Schnitt teilt die jungen Halme und regt neue Gabelungstriebe an. Dadurch wird der heimsiche Rasen schnell dichter. Während des Sommers sollte unbedingt darauf geachtet werden, den Rasen nicht bei strahlendem Sonnenschein zu mähen. Dadurch verdorren die Halme, verlieren ihre grüne Farbe und stellen jegliches Wachstum ein. Die Folge ist ein „verbrannter Rasen“, der sich nur sehr schwer regeneriert.

Also: Geduld, Muße und jede Menge Handarbeit sind erforderlich, damit der heimische Rasen das Prädikat „englisch“ verdient.