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Wenn’s beim Laufen in der Seite zwickt…

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Die Natur erwacht nach den langen Wintermonaten und auch die Menschen treibt es wieder hinaus in den Wald und auf die Laufpiste.  Viele möchten im Frühjahr ihre Fitness durch Joggen stärken. Doch schon nach kurzer Laufstrecke stellt sich oft ein fieses Stechen in der Bauchgegend ein:  Seitenstechen.  Picolo ging den Ursachen dieses Schmerzes nach und fand auch einige Tipps, diesen zu vermeiden.

Das Seitenstechen ist ein bekanntes Phänomen, mit dem vor allem Ausdauersportler wie Radfahrer, Schwimmer oder aber Jogger sicherlich bereits Bekanntschaft gemacht haben. Jeder fünfte Amateursportler plagt sich laut Studien mit diesem Schmerz herum.

Die Ursachen?

Die Ursachen, die links, rechts oder sogar auf beiden Seiten zugleich auftreten können, sind bis heute nicht eindeutig geklärt, da der Schmerz ebenso schnell verschwindet wie er gekommen ist.  Mediziner haben somit kaum eine Chance, diesem Schmerz auf die Schliche zu kommen. Theorien wie eine schlechte Belüftung der Lungen oder ein schlecht trainiertes Zwerchfell rücken Mediziner in die Sparte der Märchen.  Eher glaubwürdig ist hingegen die These der Umverteilung des Blutes, die bei sportlicher Aktivität stattfindet. Das Umschalten auf körperliche Aktivität führe zu einer Reduzierung des Blutflusses in den inneren Organen zugunsten der Muskulatur. Untersuchungen belegen, dass die Durchblutung von Leber und Milz bei körperlicher Belastung deutlich abnimmt.  Beide Organe seien sehr schmerzempfindlich und verformen sich, was dann das Seitenstechen verursache. Die Meinung, dass man bei „vollem Bauch“ leichter zu Seitenstichen neigt, untermauert diese Theorie: Bei der Verdauung benötigt der Magen-Darm-Trakt Blut, das dann der Muskulatur fehle.

Tipps!

Experten raten daher zwei bis drei Stunden vor dem Sport keine üppigen Mahlzeiten mehr einzunehmen.  Vorbeugend wichtig sei jedenfalls auch ein angepasstes Trainingspensum.  So solle das Training langsam angegangen und schließlich gesteigert werden.  Das gibt dem Körper die nötige Zeit, um sich auf die neuen Bedürfnisse einzustellen.  Die Maschine langsam hochzufahren – Ingenieure sprechen hier von einem steady-state –  dauere zwar einige Minuten, helfe aber nachweislich, lästiges Seitenstechen zu vermeiden.

Setzen dennoch Seitenstiche ein, raten Experten dazu, die Intensität des Trainings oder des Wettkampfs zu reduzieren.  Tempo drosseln, eine kurze Pause einlegen, tief und regelmäßig in den Bauch atmen, sich aufrichten, die Arme hochnehmen und die Hände auf die schmerzende Stelle drücken, sind ebenfalls bewährte Methoden gegen das Stechen.