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Tipps für die Advents- & Weihnachtszeit

Richtiger Umgang mit Kerzen

Bereits unsere Vorfahren brachten mit Kerzen Licht in die dunkle Jahreszeit. Kerzen stehen für Besinnung, Wärme, Gemütlichkeit, Ambiente, ja: für absolutes Wohlfühl-Gefühl. Die Vielfalt heutzutage ist riesig: Ob hochglänzend, durchgefärbt, duftend, auf Basis von Paraffin oder natürlicher Rohstoffe, es ist schier alles möglich. Doch sollte der Kunde beim Kauf einige Dinge beachten, um die Gesundheit zu schonen und die häusliche Sicherheit zu garantieren. Picolo hat recherchiert und einige beeindruckende Erkenntnisse zusammengefasst.

Heutzutage bestehen die meisten, industriell hergestellten Kerzen aus Paraffin, das wiederum aus Erdöl gewonnen wird. Da die Paraffin-Kerzen einen geringen Schmelzpunkt haben, brennen sie schnell ab. Außerdem verbiegt sich das Material leicht, sodass man teuren Paraffinkerzen Stearin, das aus Palmöl, Kokosfett oder Rindertalg gewonnen wird, beimischt. Dieses Wachs schimmert schön, rußt wenig, tropft kaum und brennt länger. Das dritte, seltenste und mit Abstand teuerste Ausgangsmaterial ist Bienenwachs, das aus den Waben der Honigbienen besteht. Beliebt sind diese Kerzen wegen ihres feinen Dufts, der natürlichen Farbe und ihrer langen Brenndauer.

Brennt eine Kerze hinunter, kann sie die Innenraumluft mit verschiedenen Schadstoffen belasten, die sich als feinste Partikel an den Schwebestaub der Luft haften und können so über den Atemweg in die Lunge gelangen. Rußende Kerzen setzen Schwefeldioxide sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe frei, die als potenziell krebserregend eingestuft sind. Daneben wurden auch Konzentrationen von Kalium, Kalzium, Eisen und Zink, aber auch Nickel, Chrom und Blei beim Abbrennen nachgewiesen. Hierbei unterscheiden sich die Konzentrationen je nach Material von Wachs und Docht. Ganz ohne Ruß brennen entgegen der Werbung auch Qualitätskerzen nicht; sie sind nachgewiesen „rußarm“.

So halten Sie die Belastung durch Ruß und Rauch gering

  • Es sollte darauf geachtet werden, Kerzen nicht in der Zugluft stehen und flackern zu lassen.
  • Zudem sollte der Docht nicht länger als ein bis eineinhalb Zentimeter sein.
  • Dicke Kerzen lässt man am besten so lange brennen, bis der Brennteller rund um den Docht herum geschmolzen ist, da sich sonst ein Krater bildet und der tief stehende Docht die Flamme flackern, rußen und schließlich verkümmern lässt.
  • Statt Kerzen auszupusten, taucht man besser den brennenden Docht mit einem Streichholz in das flüssige Wachs und richtet ihn dann wieder auf.

Duftkerzen

Auch Duftkerzen stehen im Verdacht, die Atemluft zu verunreinigen und sogenannte Überempfindlichkeitsreaktionen der Atemwege zu bewirken. Vor allem Menschen mit asthmatischen Problemen sollten somit auf den „Duft der Kerzen“ verzichten, da verschiedene Substanzen oder das Zusammenspiel verschiedener Elemente sogar Bronchialkrämpfe auslösen können. Bei Menschen, die auf Chemikalien empfindlich reagieren, kann es zudem zu Kopfschmerzen, tränenden Augen und Übelkeit kommen. Deshalb sollten Allergiker, Asthmapatienten und vorsorglich auch Schwangere auf duftende Kerzen verzichten.

Brandgefahr

Kerzen bergen auch eine große Brandgefahr. Daher sollten Adventskränze und andere brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt sein. Schwelbrände sind vor allem in der Winterzeit häufig.

Fachleute raten beim Kauf von Kerzen auf die Beachtung des „RAL-Gütezeichens“, da es die Überprüfung durch Verbraucherschützer kennzeichnet. In diesen Produkten dürfen bedenkliche Stoffe nicht oder nur in begrenzten Mengen vorkommen. Auch Brennmasse und Docht müssen definierte Standards erfüllen.