laden

Tippe zum suchen

Digitale Schulbegleiter

Teilen

Zum Schulstart – Kann man Hausaufgaben-Apps trauen?

Die großen Ferien sind vorbei, der Schulalltag hat die Kids und auch die Eltern wieder eingenommen. Nach der Schule stehen die Hausaufgaben an, die in manchem Haushalt Hektik und oftmals Streit auslösen.  Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung dringen immer mehr Programme und Apps auch in dieses Schul- und Erziehungssegment ein.  Die Hausaufgaben-App verspricht wahre Wunder.  Doch kann man dem digitalen Helferlein trauen?  Worauf Eltern und Schüler bei der Nutzung von so genannten Hausaufgaben- und Lern-Apps achten sollten, versucht Picolo im folgenden Bericht herauszustellen.

Digitale Lernhilfen liegen voll im Trend.

Selbst Schulinspektoren haben dies offensichtlich erkannt und bieten für den Lehrkörper diverse Weiterbildungsangebote im Bereich der „Neuen Medien“ an.  Schlagwort hierbei ist die Wissensvermittlung per Apps, die interaktiv und mit großem Spaßfaktor funktionieren soll.  Das alles hört sich sehr gut an, doch nicht alle dieser hochgepriesenen Apps sind für Kinder und Jugendliche geeignet. Ähnlich wie für alle Programme sollten die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die Lern- und Hausaufgabenprogramme testen und ausarbeiten.  Vor allem ist auf die Altersbegrenzung zu achten, denn diverse Inhalte eignen sich wahrlich nicht für Kids im zarten Alter.

Experten empfehlen

Eltern sollten zum Start des neuen Schuljahres die Angebote alters- sowie situationsabhängig auswählen. Wenn sie sich vorab ein Bild von den Lernprogrammen machen, schützt dies vor bösen Überraschungen wie beispielsweise versteckten Kosten.

Studien der Universität Löwen

Laut Studien der Universität Löwen nutzen Zwölf- und Dreizehnjährige rund 30 Minuten pro Tag das Internet für ihre Hausaufgaben. Das entspricht mehr als einem Drittel ihrer durchschnittlichen Lernzeit von 80 Minuten täglich. Nachfrage schürt Angebot, sodass immer neue und ausgefeiltere Vokabeltrainer, Formelsammlungen, Übungsgeneratoren und interaktive Spiele, die Musik- oder Geschichtswissen vermitteln, auf den Markt geschwemmt werden. Hier ist es für Eltern äußerst wichtig, den Überblick zu behalten und die verschiedenen Angebote gemeinsam mit ihrem Kind auszuwählen und zu prüfen.

Wie bereits erwähnt, soll bei der Wahl der Lernhelfer darauf geachtet werden, dass die Inhalte Alter und Wissensstand des Kindes entsprechen. Lern-Apps sollen Kinder fordern und fördern, aber nicht überfordern. Besonders jüngere Kinder finden Gefallen am Lernen mit Geschichten und Abenteuern, bei denen der Spaß im Vordergrund steht. Hier können sie erste Erfahrungen im Lesen oder Rechnen sammeln.

Ältere Kinder profitieren von Apps, die komplexere Sachverhalte aus dem Unterricht anschaulich erklären und verständlicher machen. Auch Vokabeltrainer-, Formelsammlung- oder Stundenplan-Apps können hilfreiche Ergänzungen zum klassischen Lernen mit dem Schulbuch sein. Die Betonung liege jedoch auf dem Begriff „Ergänzung“, denn ein analoges Schulbuch können diese Medien nicht ersetzen.

Versteckte Kosten

Zudem ist es wichtig zu prüfen, ob die digitalen Lernhilfen frei von Werbung oder versteckten Kosten sind.  Unmittelbar nach dem Download sollen die Einstellungen der App geprüft werden, um etwa nervige Benachrichtigungen abzuschalten. Hier können Eltern ihr Kind darauf hinweisen, dass es vorsichtig mit privaten Daten und externen Links umgeht und keine Käufe oder Downloads selbst vornimmt. Dieser Hinweis geht einher mit dem Fach „Medienkompetenz“, das in den Sekundarschulen unterrichtet wird.  „Die Jugendlichen gehen zu leichtsinnig mit ihren Daten

und auch mit Posts um.  Das Internet vergisst nie, sodass ein Fehlklick mitunter irreparable und auch strafrechtliche Folgen haben kann.  Die Fälle haben sich jedenfalls in den vergangenen Jahren deutlich erhöht“, so ein Erzieher einer großen ostbelgischen Sekundarschule.

Nehmen sich Eltern die Zeit, die Anwendung gemeinsam mit ihrem Kind zu testen, erhalten sie einen guten Einblick, wie ihr Kind mit der App zurechtkommt. Der Austausch über die Aufgabenstellungen und den Inhalt der Apps kommt generell dem Lernerfolg zugute. Auch sollte man auf entsprechende Rezensionen und Auszeichnungen achten. Softwarepreise wie “Giga Maus”, “Tommi”, “digita”, “Comenius-EduMedia-Award” oder „Pädi” garantieren hohe Standards.

Eine gute Adresse zum Stöbern nach lernfördernden Hilfen und Programmen findet man auf der Seite

www.klick-tipps.net/kinderapps/lernen/

der Kinder-App-Datenbank des Deutschen Jugendinstituts bei der Stiftung Lesen oder aber unter

www.bestekinderapps.de.