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Wallstreet-Aktien standen nie besser

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30 Jahre Wallstreet & 35 Jahre Jahrmarkt in Burg Reuland.

Die musikalische Erfolgsgeschichte geht weiter

Seit nunmehr drei Jahrzehnten beherrscht die Coverband „Wallstreet“ das regionale und überregionale Musikgeschehen. Bei der großen Geburtstagsparty  in der Burgruine von Burg-Reuland am Freitag, den 21. Juli, schließt sich der Kreis, starteten die Mannen um Frontfrau Jenny Palm doch just vor 30 Jahren auf dem Reuländer Jahrmarkt  ihren musikalischen Siegeszug.

Eigentlich hatte Gitarrist Marc Catteeuw zusammen mit Drummer Karl-Heinz Huppertz bereits im Jahre 1985 die Idee zu Gründung einer Coverband. Der Süden Ostbelgiens zeichnete sich vor der DJ-Epoche als wahre Talentschmiede in Sachen Live-Bands aus. Unvergessen sicherlich Namen wie Antipas, Crypton, Headlice, Airline, Footloose und viele andere mehr, die die Ballszene in diesen Jahren bestimmten.

Partyband

Die Massen musikalisch begeistern, das war auch die Absicht dieser beiden jungen Nachwuchsmusiker, die nach Gleichgesinnten Ausschau hielten, um ihr Projekt zu verwirklichen. In der Musikschule von „Charly’s Musicshop“ übte derweil Frank Pint eifrig unter der Obhut von Georg Feltes. Um das Keyboard-Talent zu fördern, ermunterte der studierte Musiker, der aufgrund seiner Mitgliedschaft unter anderem bei Crypton langjährige Bühnenerfahrung aufzuweisen hatte, Frank Pint dieser neuen Formation beizutreten. Mit der Zeit gesellten sich Sänger Guido Meyer, Bassist Daniel Peren, Sängerin Lisa Mariotto und Keyboarder Roger Feyen hinzu. Während zweier Jahre probte diese Formation eifrig und verbissen in den Kellerräumen des Kulturhauses in Burg-Reuland. „Wir wollten erst auf die Bühne, wenn das Repertoire hundertprozentig im Kasten war“, erinnert man sich an diese Anfangszeit.

Premiere zum Jahrmarkt

Den ersten öffentlichen Auftritt hatte die Band, die sich kurzerhand „Wallstreet“ nannte, am 14. Juni 1987 in der damaligen luxemburgischen Szene-Discothek „Cocotier“ in Wiltz. „Wir waren sehr nervös, doch mit den ersten Songs sprang der Funke sofort auf das Publikum über. Wir fühlten uns angekommen.“ Der erste offizielle Auftritt vor ostbelgischem Publikum folgte schließlich am 2. August 1987 beim großen Jahrmarkt in Burg-Reuland im Saal Richter, wo die Band „rockte was das Zeug hielt“. Aufgrund des breiten und ansprechenden Repertoires war die Nachfrage bei Wallstreet von Beginn an überwältigend, sodass sich das junge, dynamische Ensemble schnell einen Platz in der ostbelgischen Musikszene erspielte. Zusammen mit Headlice bestritten die „Wallstreet“-Musiker vor 2500 begeisterten Fans ihr erstes Mega-Event in Elsenborn/Herzebösch. „Die Aktien standen fortan sehr gut, sodass wir uns eine Fangemeinde erarbeiteten und auch bei den Saalbesitzern und Vereinsverantwortlichen zu einem verlässlichen Partner für Bälle, Tanzveranstaltungen und Partys wurden“, erinnert sich Frank Pint.

Große Fangemeinde

Durchschnittlich 75 bis 80 Aufritte absolvierte die Band in diesen Jahren und wurde somit zum absoluten Publikumsliebling und -magneten. Auch eine eigene Single-Produktion stammt aus dieser Zeit. Beinahe 20 Jahre rockte Wallstreet die Ballszene in Ostbelgien, in Luxemburg und der deutschen Eifel. „Wir haben wahrlich jede Steckdose in jedem Saal der Großregion gesehen und genutzt!“, scherzt Frank Pint. Interessant waren in diesem Zusammenhang sicherlich auch die verschiedenen Musik-Specials von Roxette bis hin zu Marius Müller-Westernhagen, die sich durch tolle Musik, entsprechende Outfits und eine ausgefeilte Bühnenshow auszeichneten. Mitte der 1990er stiegen die beiden Frontsänger Guido Meyer und Lisa Mariotto aus, sodass zunächst Roger Feyen den Part des Sängers übernahm und kurze Zeit später in Person von Jenny Palm tatkräftige und charmante Unterstützung erfuhr, sowie Paul Keltesch an den Percussions. In dieser Zeit wurde auch das Repertoire heftiger. „Diese Wallstreet-Grunge-Phase mit Nirvana & Co. gehörte einfach zum Zeitgeist“. Daniel Peren und Karl-Heinz Huppertz mussten aus beruflichen Gründen leider aussteigen und machten Platz für Lucio Torino (Bass) und Pascal Den Tandt (Drums), während José Peters kurz nach der eigentlichen Gründung das Gitarrenregister verstärkte und Lisa Mariotto durch die luxbg. Sängerin Sylvie Simon ersetzt wurde.

Überregional aktiv

Vor circa 12 Jahren beschlossen die Wallstreet-Musiker dann eine Partnerschaft mit einer renommierten Booking-Agentur in Köln, um das Einzugsgebiet Richtung Köln, Bonn und Koblenz auszudehnen. Hier kam dann auch der Kontakt zu Fred Kellner und den „Famosen Soulsisters“ mit der damaligen Frontfrau Anke Engelke zustande. „Wir spielten im renommierten Club Café Hahn in Koblenz und rockten die Bude. Das war unser Durchbruch, denn dort fanden sich viele Veranstalter auf der Suche nach guten Bands ein. Wir haben uns daraufhin in Deutschland etablieren können und namhafte und traditionsreiche Events und Großveranstaltungen wie zB die Sessionseröffungen am 11.11 auf dem Heumarkt in Köln sowie diverse Veranstaltungen im Kölner Maritim-Hotel gespielt. Dies war auch sogleich das Sprungbrett in Richtung Aachen, Erkelenz, Neuss und Mönchengladbach. In dieser Zeit wurde Wallstreet darüber hinaus mehrmals als Band für die legendären After-Show-Partys von Comedian Mario Barth in Berlin und Hamburg gebucht. Es folgten weitere Event-Highlights im Münchner „P1“ sowie im „Lofthouse“ in Düsseldorf. In dieser Zeit rückte Wallstreet etwas vom Modus der reinen Tanzband ab: „Wir konzentrieren uns heute auf so genannte Sets von jeweils 90 Minuten. Hier setzen wir dann hochwertigere Lightshows, LED-Screen-Wände, anspruchsvolle Bühnenbauten und auch Pyrotechnik ein. Dieser Showband-Charakter kommt bei den Gästen super an!“

Überraschungsparty

Die Wallstreet-Musiker sind natürlich auch nicht jünger geworden, sodass man sich aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen derzeit auf durchschnittlich 35 Auftritte pro Jahr beschränkt. „Wir sind und bleiben eine Amateurband, für die die Musik ein Hobby ist und somit Spaß macht. Nur so konnten wir seit drei Jahrzehnten gemeinsam so erfolgreich sein“. Für die Geburtstagsfete in der teilweise überdachten Burgruine in Burg-Reuland haben sich die Wallstreet-Musiker einige Überraschungen ausgedacht. „Das Marktkomitee Burg Reuland feiert seinen 35. Geburtstag, während wir fünf Jahre jünger sind. Dieses Doppeljubiläum will gefeiert werden. Wir planen ein Mega-Wallstreet-Partyprogramm sowie unter dem Motto „Wallstreet Classics“ einen bunten musikalischen Querschnitt der vergangenen 30 Jahre. Durch die Veranstaltung führt das aus vielen Fernsehauftritten bekannte professionelle Comedy-Gespann „Willi und Ernst“. An diesem Abend wird jeder auf seine Kosten kommen!“, verspricht Frank Pint. Eine Party, die man sich am Freitag, den 21. Juli nicht entgehen lassen sollte.

Karten für dieses Event gibt es im Vorverkauf zum Preis von 7 Ä bei Kurier-Journal in St.Vith, in der Bäckerei Richter-Scholtes in Burg Reuland sowie bei den Mitgliedern der Band und des Marktkomitees Burg Reuland. (Abendkasse 9 Ä)